Glossar

Amethyst_RIng_RuthSellack

Amethyst – von Flieder bis Purpur

Der Amethyst gehört in die Gruppe der Quarze (wie auch Bergkristall, Rauchquarz, Citrin, Rosenquarz, Tigerauge, Prasiolith, Rutilquarz etc.). Er weist eine Härte von 7 auf, nach der mineralogischen Härteskala von Mohs, und zählt damit zu den Schmucksteinen unter den Edelsteinen. (Zum Vergleich: der Diamant hat den Härtegrad 10 auf der Skala von 1–10).

Seine Farbe variiert zwischen Flieder, Lavendel bis Purpur Violett. Unser Beispiel zeigt einen Ring aus der Kollektion Dolce vita. Bei Erhitzen ändert der Stein seine Farbe zu Gelb, dann nennt man ihn Citrin. Mischformen aus Citrin und Amethyst nennt man Ametrin.

Vorkommen: Russischer Ural (sehr gute Qualität. Besonderheit: weist bei Kunstlicht einen Rotstich auf), Namibia, Brasilien, Sri Lanka, Indien.

Quarze wurden im Laufe der Jahrtausende geschätzt, verehrt und nicht selten zu Amuletten gegen Unglück und Krankheit verarbeitet.

Aquamarin als Solitärring verarbeitet von Ruth Sellack

Aquamarin – so klar wie das Meer

Der Aquamarin gehört wie der Smaragd zur Beryll-Familie. Aufgrund seiner beachtlichen Härte und seiner klaren Kristalle verarbeiten auch wir den Aquamarin sehr gern in unseren Schmuckobjekten, z.B. ganz puristisch als solitärring. Sein Name »Meerwasser« bezieht sich auf seine schöne zartblau bis blaugrüne Farbe, welche er durch zwei- und dreiwertige Eisen-Ionen erhält. Den Aquamarin gibt es in verschiedenen Schliffformen. Er ist wie alle Berylle ziemlich spröde und muss mit äußerster Vorsicht behandelt werden, damit er nicht zerspringt. Den Seefahrern dient er seit Jahrhunderten als Glücksstein.
Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, Mosambik, Nigeria, Kenia, Mosambik, Pakistan
Härtegrad: 7,5 bis 8

Brillant_RuthSellack

Brillant – und was ihn zum glänzen bringt

Der Brillant entsteht durch den besonderen „Brillantschliff“ des Diamanten und erzeugt wunderbare Lichtbrechungen und höchstmögliche Brillanz. Seine Bezeichnung kommt aus dem französischen „brillant“, was glänzend oder strahlend bedeutet.

Den klassischen Brillantschliff mit seinen 57 Facetten gibt es seit 1910. Ein Brillant ist immer rund. Er besteht mindestens aus 32 Facetten plus Tafel (die große Fläche) im Oberteil und mindestens 24 Facetten plus gegebenenfalls Kalette (die untere Spitze) im Unterteil.

Die Proportionen des Brillanten sind so klar definiert, dass anhand seines Durchmessers das ungefähre Gewicht ermitteln werden kann, nach der Formel Gewicht in Karat = Durchmesser in mm³ x 0,0037. Ein Brillant mit einem Durchmesser von 6,5 mm hat somit ungefähr 1,0 ct.

Citrin – von Zitronengelb bis Orangebraun

Der Citrin (Mohshärte 7) gehört zur Edelsteingruppe der Kristallquarze und bekam seinen Namen wegen seiner zitronengelben Farbe. Gelb färben ihn Spuren von Eisen im Kristallgitter dieses Edelsteines. Der natürliche Citrin ist hellgelb bis dunkelgelb und kommt als Citrin-Zonen in Amethysten vor oder als Citrin-Sektoren im Ametrin. In unseren Ringen kommt er sehr schön als Solitär aber auch in Kombination mit andersfarbigen Edelsteinen wie bei unseren Dolce Vita-Ringen zur Geltung.

Der natürliche Citrin ist äußerst selten. Die meisten Citrine im Handel haben etwas intensivere Farben, die durch Brennen von Amethysten erreicht werden. Sie werden auf 300° bis 500° Grad erhitzt, dadurch verlieren sie die violette Farbe, übrig bleiben schöne gelb- bis orange-braune Töne.

Je nach Zustandekommen der Färbung unterscheidet man fünf Typen von Citrin: Natürliche Citrine mit gelb bis gelb-orange Tönen. Gebrannte: gelbe bis orange-braune Amethyste. Synthetische Quarze die Eisen enthalten. Sie können hydrothermal gezüchtet werden. Außerdem gibt es zwei Arten der Bestrahlung von Quarzen, bei der gelbe bzw. grünlich-gelbe Citrine entstehen.

Vorkommen: Den natürlichen Citrin findet man in Argentinien, Birma, Brasilien, Frankreich, Madagaskar, Russland, Spanien und USA. Citrin-Zonen in Amethysten gibt es in Indien und Brasilien, Citrin-Sektoren im Ametrin in Bolivien.

Diamant_RuthSellack

Diamant – und wie er zum Brillanten wird

Der Diamant ist mit Härtegrad 10 nach Mohs’scher Härteskala der härteste natürliche Stoff und besteht aus Kohlenstoff. Er lässt sich überhaupt nur (durch einen Diamanten) schleifen, da er in den verschiedenen Kristallrichtungen unterschiedlich hart ist. Er wird in Karat bemessen: 1 ct = 0,2 Gramm. Der Kristall ist transparent und farblos. Durch Verunreinigungen wie zB. Stickstoff oder Gitterdefekte entstehen jedoch auch Farben wie Grün, Gelb, Braun, selten Orange, Blau, Rosa, oder Rot.

Vorkommen: Der erste wurde in Indien gedunden. Heute sind Afrika, Sibirien und vor allem Nordaustralien die Hauptfundorte.

Seit 1910 gibt es den klassischen Brillantschliff mit 57 Facetten, wodurch der Diamant erst zum Brillanten wird. Und nur dann. Ein Brillant ist immer rund. Mit anderen Schliffen bearbeitete Diamanten werden dementsprechend bezeichnet, wie z.B. ein Diamant im Baguetteschliff (rechteckig) oder Diamant im Princessschliff oder Carréschliff (quadratisch).

Er ist so beliebt weil er durch die hohe Lichtbrechung einen starken Glanz entwickelt. Seine Qualität wird anhand der 4 „C“ bewertet: Carat, Colour, Clarity, Cut.

Übrigens: ebenso wichtig, wie die hohe Qualität der handwerklichen Verarbeitung ist uns die einwandfreie Herkunft und Güte des Materials mit dem wir arbeiten. Ihre Edelmetalle und Edelsteine beziehen sie von zertifizierten Unternehmen (nach Kriterien des Responsible Jewellery Council) bzw. von Edelsteinlieferanten mit gesicherten, konfliktfreien Quellen unter Einhaltung der Richtlinien der UNO-Resolution. Nur so entstehen, unserer Meinung nach, durch und durch wahre Schmuckstücke für Liebhaber des Besonderen, Begleiter für das ganze Leben.

Weissgold_Rosegold_Ringe_RuthSellack

Gold – und warum es verschiedene Farben gibt

Gold wird seit Jahrtausenden zu rituellen Gegenständen und Schmuck verarbeitet. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. wurde damit in Form von Münzen bezahlt. Früher wurde die Reinheit von Gold in Karat (Kt) angegeben. Pures Gold (Feingold) hatte 24 Karat. Mit dem Einzug des metrischen Systems gibt es Promille-Angaben. Pures Gold mit 24 Kt entspricht also 1000 Teilen. 750er Gold hat 18 Kt, 585er Gold 14 Kt, 333er Gold hat 8 Kt. Diese Feingehaltswerte werden im Schmuckstück gestempelt, auch punziert genannt. Wir verarbeiten fast ausschließlich 750er Gold für unsere Schmuckstücke, manchmal aber auch 900er.

Je höher der Feingoldanteil, desto weicher das Material. In Thailand wird gern 965er „Thaigold“ verarbeitet, in Indien und Großbritannien 917-922er, in Italien wird aus immer noch sehr weichem 900er Gold Münzen gefertigt, die mit einem Jupiterkopf und einer „1“ gestempelt werden. 750er ist unsere gängige Goldlegierung.

Farbigkeit: Die verschiedenen Farben beim Gold entstehen durch die Mischung (Legierung) mit anderen Metallen. Roségold: 75% Gold, 9% Silber, 16% Kupfer. Rotgold: 75% Gold, 4,5 % Silber, 20,5 % Kupfer. Gelbgold: 75% Gold, 12,5 % Silber, 12,5 % Kupfer. Weißgold ist eine nicht fest definierte Dreistofflegierung mit Gold, Silber und mind. 16% Palladium oder eine Zweistofflegierung mit Gold und Palladium, z.B. 75 % Gold und 25 % Palladium. Palladium macht das Material weiß. Wir verarbeiten hauptsächlich Gold. Ein Beispiel für Roségold und Weißgold sind unsere Schmuckstücke der Kollektion Perpetuum.

Übrigens beziehen wir unser Gold und andere Edelmetalle über das zertifizierte Unternehmen Dr. Bernhard Burger AG und führen dort auch die kleinsten unserer »Abfälle« wieder zurück, wo es bearbeitet, getrennt und wieder recycelt wird. Burger Edelmetalle ist nach den Kriterien des „Responsible Jewellery Council“ (RJC) zertifiziert. Die Mission des RJC ist die Verpflichtung zur Förderung von ethischen, sozialen und umweltfreundlichen Verfahrenstechniken unter Berücksichtigung der Menschenrechte.

Mohs’sche Härteskala

Der Mineraloge Friedrich Mohs ordnete 10 Mineralien entsprechend ihrer Ritzhärte zu einer Skala. Sie beginnt mit dem weichsten Mineral Talk mit Härte 1 und geht bis zum härtesten Mineral mit Härte 10, dem Diamanten. Es ist die gängige Härteskala bei Angaben im Edelsteinbereich.

Härtegrade: Talk 1, Gips 2, Calcit 3, Fluorit 4, Apatit 5, Orthoklas 6, Quarz 7, Topas 8, Korrund 9, Diamant 10.

Mondstein – und was er mit dem Mond zu tun hat

Der Mondstein ist ein Mineral mit der Mohshärte 6–6,5 und gehört zu der Gruppe der sogenannten Feldspate. Er ist eine Varietät des Orthoklas, aus dem 80% der Erdkruste bestehen.

Das Besondere an ihm ist seine »Adulareszenz«,  der bläulich-weiße Schimmer, der über die gesamte Oberfläche des Steines gleitet, wenn man ihn bewegt. Dieser Schimmer ähnelt dem Mondlicht – daher sein Name. Früher glaubte man sogar, man könne die Phasen des Mondes in ihm erkennen.

Vorkommen: Das bedeutendste Herkunftsland ist Sri Lanka, man findet sie aber auch in Indien, Australien, Brasilien, Madagaskar, Myanmar, Österreich, Tansania und in den USA.

Farbspektrum: Mondsteine aus Sri Lanka sind meist fast transparent bis milchig-weiß mit einem zart bläulichen Glanz. Steine aus Indien haben einen eher trüben Grundton mit Licht- und Schattenspielen auf beigebraunem, orangefarbigem, grünem oder auch dunklerem, bläulichem Hintergrund. Dunkle Varianten des Steins haben wir in unseren Ringen »Moonlight« verarbeitet, bräunliche Exemplare passten wunderbar zu unseren Caramellas

Bedeutung: Man sagt, der Mondstein stärke die Intuition und das Einfühlungsvermögen. In Indien gelten Mondsteine als »Traumsteine«, in arabischen Ländern als Symbol der Fruchtbarkeit, anderswo als »Stein der Liebenden« oder »Stein der Frauen«. Letzteres deshalb, weil er vor allem starke Kräfte auf Frauen ausüben soll. Er sorge für eine ausgeglichene Hormonproduktion, helfe bei körperlichen und psychischen Belastungen während des Zyklus. Außerdem stärke er die begehrenswerte Weiblichkeit der Frau oder den Umgang des Mannes mit seinen weiblichen Anteilen seines Ichs.

Perlen_Glossar_RuthSellack

Perlen – Juwelen des Wassers

Französische Archäologen entdeckten 2012 in einem Grab in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Perle, die vor mehr als 5200 Jahre v.Chr. entstanden ist. Das zeigt, dass schon im Altertum in der arabischen Welt aber auch in Indien und Persien nach Perlen getaucht wurde. Perlen waren wegen ihrem Glanz und zarten Schimmer hoch geschätzt, als Symbol der Liebe, der Freude und des Glücks. Allerdings waren diese Naturperlen wegen ihrer Seltenheit der höheren Schicht vorbehalten.

Entstehung:
Perlen entstehen in perlbildenden Muscheln. Von weltweit ca. 10.000 Muschelarten können nur einige wenige Muschelarten Perlen produzieren. Dass sie durch ein in die Muschel eingedrungenes Sandkorn entstehen, ist wissenschaftlich eher ausgeschlossen. Andere „Eindringlinge“ im Mantelgewebe der Muschel sollen dafür verantwortlich sein. Dort bildet die Muschel als Abwehrreaktion Calciumcarbonat, welches sich Schicht um Schicht als Perlmutt um den Eindringling ablagert und damit die Perle bildet. Das dauert mindestens 2 Jahre, kann aber bis zu 50 Jahren dauern. Je nach Perlenart und Größe. Dafür muss die Muschel in offenen Gewässern liegen.

Perlenarten:
Man unterscheidet zwischen Salzwasser-Perlen und Süßwasser-Perlen. Zu den Salzwasser-Perlen gehören Südsee-Perlen (wir haben sie zum Beispiel in unseren Solitär-Ringen, Bild 3, verarbeitet), Tahiti-Perlen, Akyoa-Zuchtperlen, Keshi-Zuchtperlen oder die halbrunden Mabe-Perlen. Süsswasser-Perlen sind in der Regel Zuchtperlen, wie zum Beispiel Biwa-Perlen, benannt nach dem ursprünglichen Zuchtort, dem japanischen Biwa-See nahe Kyoto. In den 70er Jahren zerstörte die Umweltverschmutzung den See und damit die Zucht, mittlerweile werden die meisten in China gezüchtet.

Qualitätskriterien:
Perlen werden nach Farbe, Form, Größe, Oberflächenbeschaffenheit und Lüster klassifiziert. Je ebenmäßiger, runder, glänzender und reiner die Perle ist, desto wertvoller, weil selten. Aber auch die Dicke der Perlmutt-Schicht ist ein Qualitätsmerkmal. Je dicker desto länger konnte sie wachsen und desto schöner ist der Lüster – der Glanz der durch die Reflexion des Lichts durch die vielen Perlmuttschichten entsteht.

Rosenquarz_Ohrschmuck_RuthSellack

Rosenquarz – ein Farbenliebling

Der Rosenquarz gehört der Farbe wegen zu einem der beliebtesten Quarze. Seine besondere Farbe von Pink bis Rosenrot, die durch Spuren von Eisen und Titan entsteht, macht ihn so faszinierend. Es gibt Variationen von transparent bis undurchsichtig, von glänzend bis matt. Beides ist sehr schön in unseren Caramella-Ohrhängern zu sehen. Einschlüsse von sogenannten Rutilnadeln (Rutil ist ein Mineral) können manchmal einen Sterneneffekt auslösen, der sehr schön sichtbar ist, wenn das Licht durch den Rosenquarz scheint. Nach der griechischen Mythologie wurde er von Eros zur Erde geschickt um den Menschen Liebe und Fruchtbarkeit zu bescheren.

Vorkommen: aus Brasilien kommen die schönsten Rosenquarze mit echten, gut geformten Kristallen. Sie werden aber auch in Madagaskar, Indien, USA und Deutschland gefunden.
Härtegrad: 7

Salzwasserperlen – aus den Tiefen des Meeres

Die bekanntesten und hochwertigsten Salzwasserperlen sind wohl TAHITI-PERLEN und Südsee-Perlen. Aber auch die japanischen Akyoa-Perlen und Keshi-Perlen wachsen im Meer. Die Akyoa-Perle ist die klassische Zuchtperle, die hauptsächlich in Japan in der Perlauster gezüchtet wird. In den 20er Jahren trug man sie gern als mehrreihige lange Ketten, in den 50ern eher einreihig als Halscollier, mit einer großen Perle in der Mitte und mit nach hinten hin kleiner werdenden Perlen. Wir verarbeiten sie sowohl als üppige Ketten als auch in unseren Solitär-Ringen und als Ohrschmuck in Kombination mit Edelsteinen.

Keshi-Perlen sind eigentlich Zufallsprodukte, wachsen ohne Kern und bilden deshalb völlig unterschiedliche Formen aus. Sie sind Nebenprodukte der Akoya- bzw. der Südsee-Perle. Sie sind nicht ganz rund, mitunter sogar oval, länglich und unregelmäßig. Sie werden bis zu 20 mm lang und haben einen Durchmesser von 2-7 mm. Sie haben ein wunderbaren Lüster und einen schönen Glanz. Die Farbskala reicht von Dunkel- und Hellgrau, Creme- und Goldfarben bis Weiß. Man nennt sie der Form wegen auch barocke Perlen. Jede Perle ist ein Unikat, auch deshalb erfreuen sich barocke Perlen mehr und mehr an Beliebtheit.

Silberketten in variabler Länge, Ruth Sellack Schmuck Objekte

Silber wird von Menschen etwa seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet. Die Assyrer, die Goten, Griechen, Römer, Ägyptern und die Germanen taten dies. Zeitweise war Silber wertvoller als Gold. Früher stammte es meist aus den Minen in Laurion, ca. 50 Kilometer südlich von Athen. Bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt.

Silber besitzt ein sehr hohes Reflexionsvermögen für sichtbares Licht. Diese Eigenschaft lässt es so schön hell glänzen. Silber ist fast so dehnbar wie Gold. Es besitzt die beste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle.

Die wichtigsten Silbervorkommen befinden sich in Mexiko, den USA und Kanada, aber auch in Südamerika. Wichtige Fundorte von gediegenem Silber waren  Freiberg im Erzgebirge; Schwaz in Tirol oder Kongsberg in Norwegen. »Gediegen« ist das in der Natur in reiner Form vorkommende Element.

Ungefähr die Hälfte des genutzten Silbers fällt bei der Gewinnung von Kupfer, Zink und der Bleiherstellung aus silberhaltigem Bleiglanz an. Ein Viertel der Gewinnung stammt aus Silbererzen, ein weiteres Viertel – Tendenz steigend –  aus dem Recycling von Altmetallen. So verwenden wir Silber und andere Edelmetalle des zertifizierten Unternehmens Dr. Bernhard Burger AG und führen dort auch die kleinsten unserer »Abfälle« wieder zurück. Burger Edelmetalle ist nach den Kriterien des „Responsible Jewellery Council“ (RJC) zertifiziert. Die Mission des RJC ist die Verpflichtung zur Förderung von ethischen, sozialen und umweltfreundlichen Verfahrenstechniken unter Berücksichtigung der Menschenrechte.

Für die Herstellung von Schmuck wird es wegen seiner Weichheit zur Erhöhung der Härte meist mit anderen Metallen legiert. Die gebräuchlichsten Silberlegierungen haben einen Feingehalt von 800, 835, 925 und 935 Tausendstel Teile Silber. »Sterlingsilber« besitzt einen Feingehalt von 92,5 Prozent Silber und ist die wichtigste Silberlegierung. Sie wird u. a. zur Herstellung von Münzen, Besteck und natürlich von Schmuck verwendet.

Aufgrund seiner bakterientötenden Wirkung findet Silberpulver auch in der Medizintechnik, Kosmetik und in Salben eine Anwendung.

Das sogenannte »Anlaufen« von Silber-Schmuckstücken entsteht nicht durch Oxidation. Mit dem Schwefel in der Luft geht das Silber eine Verbindung ein, daraus wird auf der Oberfläche des Metalls Silbersulfid. Reinigt man die Oberfläche, glänzt das Silber-Schmuckstück wieder wie neu.

Wir verarbeiten Silber pur oder vergoldet zum Beispiel in Ketten, als Anhänger für Ketten und Lederbänder, Buddhas, Hülsen oder auch in einigen Ohrhängern.

Süßwasserperlen – jede ein Unikat

Süßwasserperlen entstehen in Seen, Bächen und Flüssen auf der nördlichen Halbkugel. Im Gegensatz zu Salzwasser-Perlen haben sie meist keinen Kern. Sie werden mit einem kleinen Schnitt im Gewebe versehen und mit einem Gewebeteilchen einer anderen Muschel bestückt. Bis eine Perle von 4 mm Größe entsteht vergehen 20-25 Jahre. 40-50 Jahre Wachstumszeit benötigen Perlen einer Größe von 6-7 mm. Bei Zuchtperlen geht es etwas schneller. Hier werden die Muscheln zwischen 2 und 6 Jahren gehegt und gepflegt.

Durch den fehlenden, formgebenden Kern sind sie selten rund. Es entstehen wunderschöne barocke Exemplare. Das heißt ihre Form sind nicht rund sondern oval, länglich und unregelmäßig. Jede Perle ist eine Unikat, welche sich sehr schön in individuelle Schmuckstücke verarbeiten lässt, wie zum Beispiel an einer Silberkette oder als Ohrhänger.

Tahitiperle – die Königin der Perlen

Die „Königin der Perlen“ aus Französisch-Polynesien gehört zu den größten Perlen und variiert zwischen 7 und 17 mm. Tahitiperlen wachsen in der Schwarzlippigen Perlenauster „Pinctada margaritifera“. Sie hat hervorragende Wachstumseigenschaften. Deshalb gilt Tahiti zu den auserwählten Erzeugern dieser geschätzten schwarzen Perlen. Die Perlmuttschicht ist ausgesprochen dick. Die vielen Schichten sind verantwortlich für den bestechlichen Schimmer und Glanz von Anthrazit bis Schwarz, mit changierenden Tönen von Blau, Grün, Kupfer bis Dunkelgrau. Die Regierung Französisch Polynesiens hat für Tahitiperlen sogar eine minimale Stärke der Perlmuttschicht von 0.8 Millimeter vorgeschrieben.

Die Perlmuschel aus den Lagunen der polynesischen Atolle wurden im vorkolonialen Poynesien eher praktisch verwendet, wie zum Beschweren von Fischernetzen oder zur Herstellung von Haushaltsgeräten. Als Schmuck wurden die Perlen nur auf Tahiti als Ohrhänger getragen, und zwar von Frauen und Männern. Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die ersten Schmuckstücke aus Tahitiperlen durch europäische Besucher in europäische Museen, u.a. nach Göttingen. Das Geschäft mit den Perlen begann Anfang des 19. Jahrhunderts durch Europäer und Amerikaner, denn die Bestände des Roten Meers, der Karibik und des Persischen Golfs waren bereits erschöpft. Die Bestände in Indonesien und Australien jedoch noch nicht entdeckt. Die große Ausbeutung der Tahitiperlen veranlasste die tahitianische Königsfamilie 1825 eine Perlensteuer auf die Ausfuhr zu erheben. Das verhinderte nicht, dass die Perlmuttern 1880 fast erschöpft waren. Wirbelstürme sorgten mit angeschwemmtem Material, wie Holz, Baumstümpfe oder Steine dafür, dass die Muscheln erneut eine Lebensgrundlage bekamen. Seit dem 20.